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Schnadezüge der Neuzeit

Die Schnadezüge sind in Anlehnung an die historischen Grenzbegänge des 18. und 19. Jahrhunderts entstanden, deren letzter am 4. August.1836 stattfand. Er führte vom Lütteke Feld bis zum Hermannsberg.

Am 24. September 1967 wird der erste Schnadezug der Neuzeit auf Initiative von Robert Regul und Ernst Meier in Angriff genommen. 50 Schützenbrüder, darunter Schützenkönig Josef (Jupp) Göttlicher, bewältigen die Strecke von der Düdinghäuser Straße bis zum Kahlen-Pön. Unterwegs werden alle Teilnehmer auf den Grenzsteinen “gestutzt”, das heißt, ihr Hinterteil macht Bekanntschaft mit  dem Gemarkungsstein. Dreimal wird man mehr oder minder sanft vom Stutzkommando auf den Stein herabgelassen, dabei ist der Blick immer Richtung Heimat gerichtet. Auf dem ersten Grenzstein der Schnade stutzt man seither immer den amtierenden Schützenkönig.

An den weiteren Grenzsteinen werden vom Stutzkommando einige Teilnehmer mit den Worten:
“Schützenbrüder, dieser Stein soll für immer Usselns Grenze sein, der Stein die Grenze in Ewigkeit, das sollen sich ganz besonders merken“ zum Stutzen gerufen. Traditionell enden alle Schnadezüge mit einem gemütlichen Beisammensein in der Nähe des letzten Grenzsteines der Strecke. Der Ausklang des ersten Zuges findet an “Schulten Hütte” in der Echtern-Schlade statt.


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