• NEWS: Die Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum kann nun auch Online gelesen werden
  • NEWS: Die Hölle kann ab sofort von Vereinsmitgliedern gemietet werden.

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Die Usselner Schützenhalle

Schützenhalle Usseln

Das „Zelt“

Eng verbunden mit der Geschichte der Schützengesellschaft Usseln ist die Geschichte der Usselner Schützenhalle. Im Jahr 1914 wird das Gebäude in der heutigen Sportstraße unter Leitung des Korbacher Architekten Schleicher errichtet. Die Baukosten betragen ca. 8.500 Mark. Zur Deckung dieser Kosten muß der damalige Kriegerverein ein Darlehen bei der Kreissparkasse Korbach aufnehmen. Der Bau einer feststehenden Halle ist ein großes Ereignis in der Vereinsgeschichte. Die jährlich stattfindenden Kriegerfeste konnten bis dahin nur in eigens dafür aufgebauten Lakenzelten an verschiedenen Standorten im Dorf ausgerichtet werden. Noch heute heißt die Schützenhalle daher bei den Usselnern „das Zelt“.

Die große Einweihungsfeier der neuen "Kriegerhalle" im Jahr 1914 ist jedoch das vorerst letzte Fest, welches in den neuen Räumen gefeiert werden kann. Wegen Ausbruch des ersten Weltkrieges ruhte das Vereinsleben bis 1918.  Während dieser Zeit werden in der Halle Kriegsgefangene, die bei Usselner Bauern arbeiten, untergebracht. Nach dem Ende des Krieges kann die Halle wieder in ihrem ursprünglichen Sinne genutzt werden. Neben den Schützenfesten finden sich aber noch weitere Verwendungsmöglichkeiten für das Gebäude. Das sogenannte "Vereinszimmer", dort wo sich jetzt die Sektbar befindet, wird der Gemeinde für den Schulunterricht überlassen. Auch die Übungsstunden des Gesangvereins finden in diesem Raum statt. Der Turnverein nutzt die Halle ebenfalls. Bereits Anfang der 20er Jahre wird die erste Kinoveranstaltung in der Schützenhalle durchgeführt. Der beim Schützenverein angestellte Vereinswirt betreibt im "Vereinszimmer" jeden Sonntag eine Schankwirtschaft, die von vielen Schützenbrüdern gern besucht wird. Die nicht voll ausgebauten Kellerräume verpachtet der Schützenverein an den Schreinermeister Ferron, der hier seine Werkstatt einrichtet.

In den Nachkriegsjahren führt der Verein viele Verbesserungsmaßnahmen an der noch jungen Schützenhalle durch. 1920 wird eine elektrische Beleuchtung eingebaut, ein Jahr später gibt es auch fließendes Wasser. In den Folgejahren werden die Bausubstanz und die sanitären Einrichtungen laufend verbessert. 1924 verlegt man die Kegelbahn an ihren heutigen Standort in die Kellerräume der Schützenhalle. Des weiteren wird im Untergeschoß ein Vorraum für die Kegelbahn angelegt. Die "Hölle" ist geboren.

Ab 1933 wird die Schützenhalle für einige Jahre von einer Abteilung des Reichsarbeitsdienstes belegt. Erst nach Fertigstellung des auf dem jetzigen Schwimmbadgelände befindlichen RAD-Lagers kann die Halle vom Schützenverein wieder genutzt werden. Während des zweiten Weltkrieges kommt das Vereinsleben erneut zum Erliegen. Die Schützenhalle wird von 1941 bis zum Kriegsende für 2.400 RM jährlich an die Continental-Gummiwerke als Lagerhalle vermietet.

Nach Ende des Krieges ziehen zunächst Fremdarbeiter in die beschlagnahmte Schützenhalle. Bereits 1947 beginnt der neu gegründete Bürgerverein jedoch mit der Instandsetzung des mittlerweile ziemlich verwahrlosten Gebäudes. Im Jahr 1950 kauft der Verein die Halle für 9.720 DM vom Land Hessen zurück.

In den 50er und 60er Jahren erfolgen weitere Renovierungsarbeiten in der Halle. So werden u.a. der Bühnenvorbau erstellt, eine vollautomatische Kegelbahn angeschafft und die Toilettenanlagen ausgebaut. 1972 erfolgt die bis dahin gründlichste Hallenrenovierung. In diesem Jahr erhält die Schützenhalle eine ölbefeuerte Warmluftheizung, einen neuen Fußbodenbelag, eine Lautsprecheranlage, und einen frischen Anstrich. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 90.000 DM. Eine weitere wesentliche Verbesserung erfährt die Halle 1972/73 durch den Anbau des Kursaals.  Er wird am Standort des ehemaligen Spritzenhauses erbaut. Durch die direkte Verbindung zur Schützenhalle ist seitdem eine noch bessere gastronomische Versorgung der Festgäste möglich. Diesem Umbau fällt jedoch auch der direkte Zugang vom Festplatz zur "Hölle" zum Opfer. Besonders am Schützenfestmontag nutzten viele auswärtige Handwerker  diesen Eingang, um "richtig Usselner Schützenfest zu feiern".

Die nächste optisch größere Umgestaltung erfolgt 1986. Schützenkönig Herbert Könne stiftet in seinem Regentschaftsjahr einen neuen rustikalen Bühnenvorbau. 1992 wird die Bühne erneut umgestaltet, hierfür zeichnete der amtierende Schützenkönig Karl-Volker Sauer verantwortlich. Zu dieser Zeit deutet sich jedoch bereits an, dass in den nächsten Jahren im Rahmen des Dorferneuerungsprogrammes weitere umfassende Renovierungsarbeiten an der Schützenhalle vorgenommen werden.

Bereits zum Schützenfest 1994 ist der erste Bauabschnitt fertiggestellt. Es handelt sich um den Eingangsbereich, die Toilettenanlagen und den Zugang zur "Hölle", die nun wieder vom Festplatz zu erreichen ist. Der zweite Teil der Umbaumaßnahmen betrifft die Neugestaltung der Bühne und der Decke, die Erneuerung des Daches und die räumliche Trennung der Theke von der Halle. Zudem erhält das Gebäude einen komplett neuen Außenanstrich und neue Fenster. Rechtzeitig zum Schützenfest 1997 wird auch der dritte und letzte Bauabschnitt beendet. Hierbei handelt es sich um die umfassende Renovierung und Modernisierung der Küche. Rund 1 Millionen DM wird von 1994 bis 1997 in die Schützenhalle investiert. Im Frühjahr 2005 begann dann die nächste umfangreiche Renovierung - dieses mal des Thekenbereiches- statt. Nahezu 1000 Stunden an Eigenleistung und eine Menge an finanziellen Mitteln waren nötig um aus der über 30 Jahren alten "Mauer" eine gemütliche und schicke Theke entstehen zu lassen, die weit und breit ihres gleichen sucht. Im selben Zuge wurde auch der abgrenzende Rundbogen zur Halle im unteren Bereich entfernt, sodass nun wieder freie Sicht zur Tanzfläche besteht.

2008 wird die überalterte Lautsprecheranlage durch eine neue hochmoderne Beschallungsanlage ersetzt. Auch auf dem "hintersten Platz" ist nun jedes Wort klar und deutlich zu verstehen. Auch Musikeinspielungen für die verschiedenensten Anlässe sind möglich. 2011 schließt sich die Renovierung aller 90 Hallentische an, in ca. 200 Stunden Eigenleistung werden die Tischplatten erneuert und die Tischgestelle neu lackiert. Pünktlich zum Schützenfest ist alles fertig.

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