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21.05.2024 - Schnadezug Sonntag 26.5.

Am Sonntag lädt die Schützengesellschaft Usseln alle Einwohner und Gäste zum traditionellen Schnadezug ein. Pünktlich um 9:30 Uhr beginnt der 57. Grenzbegang der Neuzeit an der Schützenhalle. Die Usselner Gemarkung ist mit 2.218 Hektar eine der größten Ortsflächen in Waldeck. Jedes Jahr wird jeweils ein Fünftel der Strecke beim Schnadezug abgelaufen und kontrolliert. In diesem Jahr 12. Umrundung die an der Düdinghäuser Straße beginnt und zum Osterkopf führt.

Der Brauch der Schnadezüge geht zurück bis ins späte Mittelalter. Die Steine markierten den Grenzverlauf und sollten Streitigkeiten vermeiden. Die Züge auf Waldecker Seite wurden daher immer von einer Amtsperson aus der fürstlichen Verwaltung in Arolsen begleitet, um Streitigkeiten direkt vor Ort zu klären. Es kam aber auch damals schon zu geselligen Versammlungen im Rahmen des Grenzbeganges. Diese waren nicht selten sehr ausschweifend, sodass die Grenzbegänge sogar zeitweise durch fürstliche Anordnung verboten waren.

Seit dem September 1967 wurde der alte Brauch in Usseln durch die Schützengesellschaft wiederaufleben gelassen und seither fand bis auf das erste Coronajahr 2020 in jedem Jahr ein Grenzgang entlang der historischen Grenzen statt. 

Alle Usselner und auch Gäste jeden Alters sind herzlich eingeladen. Die Schnadekundigen um Eckart Brüne und Werner Maiwald haben die Strecke bereits auf Sturm- und Winterschäden überprüft, schließlich geht es nicht immer über Wege sonder des Öfteren auch über Stock und Stein.

Zuerst werden die Schnadegänger 3 km in Richtung Düdinghausen durch das Ohl zum Startpunkt des eigentlichen Grenzbegangs an der Düdinghäuser Straße laufen. Dort findet die offizielle Begrüßung und Eröffnung des Schnadezuges durch den 1. Vorsitzenden Ralf Heine statt. Von hier geht es hinab ins Tal der Neerdar ins Ohl zur Grenze zu Welleringhausen, hier wird auch eine die Frühstücksrast mit herzhafter Verpflegung durchgeführt. Auf dem folgenden Grenzabschnitt entlang der Grenze zu den Nachbarorten Welleringhausen und Eimelrod, geht es fortlaufend bergauf, bis in der Schlade der 17. und letzte Grenzstein des Grenzgangs erreicht wird. Unterwegs werden alle Mitwanderer auf den historischen Grenzsteinen aus dem 18. Und 19. Jahrhundert „gestutzt“, das heißt sie werden dreimal mit dem Hinterteil sanft auf den Stein gehoben. Dieser alte Brauch soll dazu dienen, den Usselnern ihre Grenze ganz genau einzuprägen. Insgesamt wird die Usselner Grenze von über 130 Steinen gesäumt.

Vom letzten Stein geht es dann zurück nach Usseln, wo dann gegen 14:30 Uhr die Schlussfeier mit Kaffee und Kuchen, Gegrilltem und kühlen Getränken auf dem Platz vor der Schützenhalle stattfindet.

 


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